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Ratgeber

Snacking mit Lycka für Schulkinder in Malawi

Mit dem Motto „Essen, das glücklich macht“ hat das Unternehmen Lycka seit seiner Gründung im Jahr 2012 die Regale erobert. Die Gründer Johannes Nass, Felix Leonhardt und Sven Perten waren damals noch im Studium und verfolgten ihre individuellen Karriereträume, welche eher wenig mit der Lebensmittelindustrie zu tun hatten. Insbesondere Felix war schon in jungen Jahren darauf bedacht, sich möglichst gesund zu ernähren und es, letztlich zu seinem Betrüben, gewohnt, auf gewisse und durchaus geliebte Snacks und Süßigkeiten zu verzichten. Eine seiner Leibspeisen ist auch heute noch Eiscreme. Während eines Auslandssemesters in Harvard lernte Felix dann jedoch Frozen Yoghurt kennen – eine Art von Eiscreme mit weniger Zucker, Fett und Kalorien, die in Deutschland bis dahin noch kaum erhältlich war. Zurück in der Heimat wollte er auf sein neu entdecktes Lieblingsdessert natürlich nur ungern verzichten und so begann er mit seinen engen Freunden Sven und Johannes, an einem Businessplan zu arbeiten.

Frozen Yoghurt für Einkaufszentren

lyckaDie drei Freunde waren zunächst eine Weile in Berechnungen zu ihrem potenziellen Start-up vertieft. Sie stellten Marktrecherchen sowie Kalkulationen zu möglichen Verkaufszahlen, Mitarbeitern als auch Standort-Mieten an. Im Jahr 2012 kam ihnen dann eine geniale Idee: Statt eigenständige Frozen Yoghurt Cafés zu eröffnen, wollten sie kleine Stände in Einkaufszentren aufbauen. Müde und hungrige Shopper waren ihre ideale Laufkundschaft und eine Miete für einen Stand wäre wesentlich geringer. Basierend auf diesem Konzept entwickelten sie Designs, suchten Lieferanten und schafften ihren geglaubten Durchbruch schließlich mit der Zusage von ECE, einer Tochterfirma von Otto, welche Einkaufszentren in Deutschland verwaltet und dementsprechend der perfekte Partner war. Vertrauend auf diese Zusage gründeten sie ihr Unternehmen unter dem Namen Berryjoy GmbH. Leider lief das Ganze dann nicht so glatt wie geplant – als sie den Vertrag erhielten, wurde klar, dass die Kosten wesentlich höher sein würden als avisiert und ein Gewinn war mit dem Konzept erst einmal ausgeschlossen. Etwas entmutigt orientierten sich die Gründer in eine andere Richtung und konnten ihre Frozen Yoghurt Stände in Cafés von bereits bekannten Partnern in der Gastronomie eröffnen. Der Start verlief trotzdem eher holprig: Die Zusammenarbeit mit den Gastronomen war schwierig und die Umsetzung eines eigenständigen Betriebs neben drei Vollzeitjobs schien alles andere als einfach. Nach viel Stress und Frust mussten sich die Freunde der Frage stellen, ob das Ganze es wirklich wert war und wie die Zukunft aussehen sollte.

Von Berryjoy zu Lycka

Den drei Gründern war weiterhin eines klar: Sie wollten sich etwas Eigenes aufbauen und waren von ihrer Businessidee überzeugt. Das Konzept „Berryjoy“ hatte bereits Kunden glücklich gemacht und sie wollten an dem Modell festhalten, sich jedoch gleichzeitig weiterentwickeln und mit ihrem Unternehmen eine Veränderung bewirken. So war die Idee geboren, statt sich nur auf die Gastronomie und Frozen Yoghurt zu fokussieren, ein Lebensmittelunternehmen mit dem Namen „Lycka“ ins Leben zu rufen, vorrangig mit dem Ziel, aufzuzeigen, dass Konsum die Macht hat, etwas in der Welt zu verändern. Das Wort „Lycka“ hat schwedische Wurzeln und lässt sich in „Freude“ oder „Glück“ übersetzen. Alle Produkte von Lycka sind zu 100 % aus Bio-Zutaten hergestellt und frei von Farbstoffen, Geschmacksverstärkern sowie Süßstoffen. Die Lebensmittel sind zudem 100 % vegan. Inzwischen umfasst das Sortiment neben dem Eiscreme-Klassiker auch Pizza, Schokolade sowie Schokoriegel, Granola und Chia Bowls. Wie verändert Lycka nun aber mit dem Konsum dieser schmackhaften Produkte die Welt?

Social Responsibility

Sven, Felix und Johannes wollten nicht einfach nur ein erfolgreiches Start-up gründen; ihre Motivation war vielmehr, einen eigenen Beitrag im Kampf gegen den Hunger in der Welt zu leisten. Das Unternehmen Lycka arbeitet daher eng mit der Welthungerhilfe zusammen, welche Hilfsprojekte in zahlreichen Entwicklungsländern leitet. Ziel ist es grundsätzlich, Projekte so zu gestalten, dass diese von lokalen Gemeinschaften auf eine lange Zeit hin unterstützt und eigenständig erhalten werden können. Besonders ein Projekt in Malawi ist den Gründern ans Herz gewachsen: Es handelt sich hierbei um ein Konzept zur Finanzierung von Schulmahlzeiten für Kinder in der Region Dedza. Für jedes verkaufte Lycka-Produkt wird ein Teil des Gewinns in Mahlzeiten für die Schulkinder investiert. Während ein Lycka-Eis ein gesamtes Mittagessen finanziert, trägt eine Chia Bowl anteilig dazu bei. Hinzu kommt jedoch auch die Finanzierung von lokalem Anbau von Lebensmitteln, Training und Aufklärung, Hygieneprodukten und vielem mehr. Wichtig ist den Unternehmenseigners, dass jedes soziale Engagement nicht nur eine kurzfristige Hilfe leistet, sondern über lange Sicht zur wirtschaftlichen Selbstständigkeit der jeweiligen Region beiträgt. Als noch relativ kleiner Betrieb fokussiert sich Lycka derzeit auf lediglich ein spezifisches Projekt, um dort eine größere Wirkung zu erzielen. Für die Zukunft des Unternehmens sind sich Felix, Johannes und Sven einig: solange es Hunger in der Welt gibt, wollen sie mit ihren Produkten dagegen kämpfen.

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