Die Gasspeicherumlage entfällt zum Jahreswechsel und bringt Millionen Haushalten sowie Unternehmen eine spürbare finanzielle Entlastung. Der Bundestag beschloss die Abschaffung im November, der Bundesrat stimmte wenige Tage später zu. Damit endet eine Abgabe, die ursprünglich bis ins Frühjahr 2027 gelten sollte.
Warum die Umlage jetzt wegfällt
Eingeführt wurde die Gasspeicherumlage während der Energiekrise, um die Befüllung der Gasspeicher zu finanzieren und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Gaskunden zahlten einen Aufschlag auf jede verbrauchte Kilowattstunde. Mittlerweile hat sich die Lage auf den Gasmärkten deutlich entspannt, die Speicher sind gut gefüllt und die Preise haben sich stabilisiert. Diese veränderte Ausgangslage machte die Umlage aus Sicht der Bundesregierung überflüssig.
Anstatt die Kosten weiter auf Verbraucher umzulegen, übernimmt der Bund die noch offene Differenz auf dem Umlagekonto aus dem Klima- und Transformationsfonds. Für Haushalte und Betriebe bedeutet das eine direkte Entlastung beim Gaspreis, ohne dass die wirtschaftlichen Folgen der Energiewende aus dem Blick geraten.
Konkrete Auswirkungen auf Gaspreise
Energieversorger sind gesetzlich verpflichtet, den Wegfall der Gasspeicherumlage an ihre Kunden weiterzugeben. Der Arbeitspreis für Gas sinkt automatisch, sobald die Abschaffung in Kraft tritt. Kunden erhalten von ihren Versorgern eine entsprechende Information, meist per E-Mail oder Schreiben. In der nächsten Jahresabrechnung werden die Abschlagszahlungen angepasst.
Besonders für Unternehmen mit hohem Gasverbrauch summiert sich die Ersparnis erheblich. Wer als Betrieb bereits mit der Energiekrise und steigenden Kosten zu kämpfen hatte, erfährt nun eine messbare Entlastung. Gleichzeitig profitieren Privathaushalte mit Gasheizung von niedrigeren Rechnungen.
Auswirkungen auf den Strompreis
Günstigeres Gas wirkt sich auf die Stromproduktion aus. Gaskraftwerke erzeugen Strom zu niedrigeren Kosten, was den gesamten Strommarkt beeinflusst. Da sich Strompreise nach den teuersten Erzeugungsarten richten, dürften hier die Preise sinken. Für den Mittelstand mit seinen Strategien gegen steigende Energiepreise ergibt sich damit ein doppelter Vorteil.
Versorgungssicherheit bleibt gewährleistet
Trotz des Wegfalls der Umlage bleibt die Gasversorgung gesichert. Sollte sich die Marktlage unerwartet verschlechtern, kann das zuständige Ministerium im Einvernehmen mit dem Finanzressort ein neues Umlageverfahren einführen. Experten halten dieses Szenario allerdings für unwahrscheinlich, da ausreichend Kapazitäten für Flüssiggas-Importe bestehen und die Speicher gut gefüllt sind. Die Mindestfüllstände wurden zudem gesenkt, was zusätzliche Flexibilität schafft.
Die Abschaffung der Gasspeicherumlage ist Teil eines größeren Entlastungspakets, das Haushalte und Unternehmen bei den Energiekosten unterstützen soll. Weitere Maßnahmen wie ein Bundeszuschuss zu den Netzentgelten sind bereits angekündigt.
Quellen